Das Projekt

Ein Ort spielt seine Geschichte

Das Stationentheater zum Dorfjubiläum

Wir zeigen die Entwicklung Jockgrims vom Bauern- zum Zieglerdorf. Dabei geht es nicht um die Verklärung der „guten alten Zeit“, sondern neben positiven Erfahrungen auch um Träume, Enttäuschungen, Verletzungen, Probleme und ihre Bewältigung.

 Die Geschichten

Inspiriert von einer vielfältigen Anzahl von Geschichten, die eine Gruppe Spurensucher in Jockgrim recherchierte, schrieben  F. S. Felix und Walter Menzlaw (Chawwerusch Theater) sieben Szenen, die auf dem ehemaligen Gelände der Ziegelei (im Ziegeleimuseum, Bürgerhaus und anderen Räumen) aufgeführt werden.

Station 1

Auf tönernem Grund (Film 1883)
Arbeit für Alle (1914)

Die Firma Ludowici wird in Jockgrim gegründet, für viele Auswanderungswillige ein Rettungsanker in schweren Zeiten.

Jede Medaille hat zwei Seiten, knochenharte Arbeit, stetige Kontrolle, die Suche nach Ausgleich in der Musik, eine verhinderte Liebelei und dann noch der Beginn des 1. Weltkriegs.

Eine Collage im Arbeitermilieu

Station 2

Der letzte Acker (1929)

Das Essen ist knapp, es herrscht Arbeitslosigkeit. Wer Arbeit hat, dem sitzt die Angst im Nacken, weil „Herr Wilhelm“ auch noch den letzten Acker haben möchte. Entscheidungen fallen nicht leicht, Emotionen kochen über.

Dramatische Familiensaga

Station 3

Das Richtfest (1935)

Berlin zieht bis nach Jockgrim die Strippen, in der Ziegelei herrscht Vollbeschäftigung, das erste Siedlungshaus feiert Richtfest, Parolen werden geschmettert. „Es geht aufwärts“. Dr. L. auf dem Höhepunkt seiner Karriere, nichts kann ihn aufhalten. Nichts?

Im Stil eines Propagandafilms

Station 4

Das große Feuer (1939 – 1945)
Alles neu macht der Mai (Maifest 1950)

„Heil Hitler“ – raus aus dem Heim – rein in den Schützen­graben – verschleppt ins Polenheim und „Peng“ weg ist die Fabrik ...

Das Wirtschaftswunder der Persilscheine wird gefeiert, Menschen in Lohn und Brot himmeln ihren Gott an, eine alte Liebe flammt auf...rosarote Pinselstriche, doch da zieht ein Gewitter auf.   

Blitzlichter aus Krieg- und Nachkriegszeit

Station 5

Die Fräuleins in der Telefonzentrale (1952)

Frauen an die Macht! In der Firma wird der Aufstand geprobt, Verbindungen zur Welt hergestellt, von Paris geträumt und Kündigungen ausgeteilt.

Komödie, reine Frauenszene

Station 6

Aufgeheizt, sich entzündet, gebrannt und abgekühlt (durch Zeit und Raum)

In einer Art Panoptikum begegnet uns in den Gängen des Ringofens nicht nur der Geist des Dr. L.

Fünf Miniszenen

Station 7

Massenentlassung (1957)
Abgesang (1967)
Abgebrannt (1972)

Ene mene meck und du bist weg...niemand ist vor einer Entlassung sicher.
Rette sich wer kann – zum Glück gibt’s die Daimler!

Sirenen ertönen, Schaulustige rennen, Besserwisser spekulieren und alte Liebe rostet nicht.

Theaterszene in drei Bildern

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