Jockgrimer Gschichtle - mol ernscht, mol was zum schmunzle

Im Herbst 2015 wird zum 750-jährigen Ortsjubiläum in Jockgrim das Stationentheater „Käpplerin un Kalkmännel“ aufgeführt. Walter Menzlaw (Chawwerusch Theater) und Marianne Stein sind die künstlerischen Leiter des Theaterprojekts. Rund 300 Menschen sind vor und hinter den Kulissen daran beteiligt. Grundlage des Theaterstücks sind Interviews, die die Projektgruppe geführt hat, aber auch recherchierte Geschichte und Dokumente, die freundlicherweise die Historikerin Pia Nordblom und Herr Gerhard Reiß zur Verfügung gestellt haben. In loser Folge erzählen wir im Amtsblatt und an dieser Stelle einige dieser „Jockgrimer Geschichten“.

Kinder- und Jugendstreiche

Wer kennt nicht Sätze wie „Die Juchend vun heit!“ oder „So was hots friher nit gewwe!“ Dabei waren auch die Kinder und Jugendlichen aus Jockgrim in den Zeiten von „Käpplerin un Kalkmännel“ wahrlich keine Unschuldslämmer und haben so manchen Streich ausgeheckt.

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„Nix wie naus aus Ludowici, sonst koscht’s uns es Läwe!“

Bereits 1936 wurden aktive Kriegsvorbereitungen getroffen. Augenfälligstes Zeichen war der Beginn des Baus des Westwalls. Hunderttausende bauten am „Bollwerk gegen den Erbfeind“. Ebenfalls frühzeitig wurde ein Evakuierungsplan für die „Rote Zone“ entwickelt, der eine Zone von 20 km zur Grenze umfasste. Sie ging bis Wörth, Jockgrim befand sich gerade noch außerhalb dieses Streifens.

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Hellschuh

Immer wieder tauchen – vor Allem in den Erzählungen über die Schulzeit – genaue Beschreibungen der damals üblicherweise getragenen „Hellschuh“ auf. Diese Schuhe waren aus Holz gefertigt, im Hinterstädtl gab es sogar einen Hellschuhmacher.

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Vom Schmiermax und Weißkittel - über den Broterwerb in der Jockgrimer Ziegelei

Die Ziegelei war eine bedeutende Fabrik und ein großer Arbeitgeber in Jockgrim. „Die hän zwelfhunnert Mann ghat und zuletscht sechs Werke“, erinnert sich ein Arbeiter.

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Dr. Ludowicis Nationalstein und Persilschein

Schon 1923 trat Dr. Johann Wilhelm Ludowici der NSDAP bei. 1929, nach dem Tod seines Vaters Wilhelm, übernahm er die Leitung der Firma. Aufgrund der Wirtschaftslage, aber auch aus politischem Kalkül gab es Ende der Zwanziger, Anfang der Dreißiger Jahre Massenentlassungen. Gleichzeitig wurde jedoch das Werk 6 gebaut. 1931/1932 war die Fabrik monatelang geschlossen.

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Liebe, Triebe und Vergnügen, aber Hauptsache das Gsangbuch stimmt

Liebespaare, Affären und heimliche Liebschaften gab und gibt es zu jeder Zeit. Das war auch in Jockgrim nicht anders. Die jungen Leute kannten sich aus dem Dorf, lernten sich in der „Ziechelei“ kennen oder auf den Dorffesten und in den Tanzsälen der Gegend, zum Beispiel im “Karpfen“ in Neupotz oder in Jockgrim in der „Einigkeit“, beim „Schwanenwirt“ im Hinterstädtel, oder beim „Fuhr“. Alle vier Wochen war in der „Turnhall“ und der „Pfalz“ Tanz. Anlässe gab es genug: das Erntedankfest, die Kerwe, der Pfingstsonntag, Fasnacht und Silvester.

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Aus der Schule geplaudert ... Lehr – und Wanderjahre.

Viele Schilderungen in den Interviews gehen zurück in die Kindergarten-und Schulzeit: Im alten Schulhaus an der Schlossbrücke unterrichteten durch die Jahre hindurch einige Schulschwestern, die ebenso wie die Kindergartenschwestern dem „Orden der Armen Franziskanerinnen vom bayrischen Kloster Mallersdorf“ angehörten.

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Der Rote Berdel

Jedes Dorf hat seine Originale die jeder Bewohner kennt. So hatte Jockgrim das Unikum „De rode Berdel“ aufzuweisen. Ihm wird man auch im Jubiläumstheaterstück begegnen.

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